Vor allem Chinchillas

Antje Schulte

Die Geschichte von Marie beginnt traurig, aber ich bin sicher, dass sie ein gutes Ende haben wird. Und so kam es: Am 3. November 2009 ist meine große alte Dame Moppel gestorben. Sie muss so um die 18 Jahre alt geworden sein, und bis zum Schluss hatte sie noch Spaß am Laufrad und an Leckerchen. Sie wurde nur immer müder und müder, und schließlich ist sie eingeschlafen. Sie fehlt mir.

Rosalie fehlte sie auch, und deshalb habe ich die Tierheime von Erlangen und Nürnberg heimgesucht. In Nürnberg gab es nur ein Tier, das in Frage kam (= das weder ein unkastriertes Männchen war noch zusammen mit einem unkastrierten Männchen vermittelt werden musste), und das war dieses kleine Black-Velvet-Mädel. Sie ist drei Jahre alt und noch kleiner als Rosalie! Und ich dachte, Rosalie wäre klein. Sieht so aus, als wäre Moppel einfach ein riesiges Chinchilla gewesen! Rosalie und Marie haben sich eigentlich sofort verstanden. Die Voliere ist groß genug, um sich bei Missverständnissen aus dem Weg zu gehen, und obwohl in der ersten Nacht noch Haare geflogen sind und Pipi gespritzt wurde, war schnell klar, dass die beiden Freunde werden würden. Inzwischen schlafen sie zusammen im Schlafhaus und sitzen, wenn sie nicht gerade rennen, knabbern und hüpfen, meistens mit Körperkontakt zusammen. Das ist einfach schön!

Marie ist noch ein bisschen hektisch und erschrickt oft, wenn jemand sich im Zimmer unvermittelt bewegt, aber auch das wird sich ganz sicher legen. Eventuell ist sie trächtig - das wäre klasse! Dann ist natürlich sofort ein Update fällig. Falls sie trächtig sein sollte, werden wir es spätestens Ende Januar wissen.

Marie

 
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