Zubehör
Um Chins glücklich zu machen, braucht man nicht nur einen großen Käfig, sondern auch spannendes Spielzeug und gut durchdachte Einrichtungsgegenstände. Obligatorisch sind natürlich die Sitzbretter und schöne große Äste von Obstbäumen, Haselnuss, Weide oder Birke (hier sieht man Kleines und Moppel einen Tag, nachdem ich neue Äste im Käfig befestigt hatte - beide sind völlig am Ende). Chinchillas klettern bekannterweise ziemlich gern. Was es sonst noch gibt:

Die Tonröhre
Okay, hier werde ich meinem Vorsatz untreu. Das liest man wirklich überall. Aber es ist auch so toll - Tonröhren eignen sich klasse zum Verstecken, zum Durchkrabbeln, zum Draufrumbalancieren, eigentlich kann man fast alles damit machen. Im Sommer sind sie ein kühler Schlafplatz und im Winter - äh, ja, auch. Tonröhren sind toll. Man kriegt sie im Baustoffhandel oder als kleine Tonröhrenpyramide in guten Einrichtungshäusern - da nennen sie die Röhren aber Weinkühler. Solche Weinkühler sind natürlich ein richtiger Abenteuerspielplatz.

Sandbadewanne
Nach langem Suchen habe ich jetzt endlich die optimale Sandbadewanne: Eine richtig große Mikrowellenform. Die Form ist fast rechteckig und etwa 30 cm lang, so dass sich auch meine alternden Chinchillas gemütlich ausstecken können.
Laufrad
Keine Panik, das ist keins von diesen mörderischen Dingern, in denen sich Chins die Beine brechen (Laufräder aus Drahtgeflecht machen sowas, das Netz wimmelt nur so von Horrorstories). Haltungsschäden gibt es mit diesem Rad auch nicht, denn es ist im Gegensatz zu den hier in Deutschland zu kaufenden Rädern nicht senkrecht, sondern waagerecht angebracht, so dass sich der Rücken gar nicht nach oben durchbiegen kann. Die Chinchillas laufen darauf wie auf einem großen Teller. Das tun sie sehr ausdauernd, in erstaunlich großen Sprüngen und mit erheblicher Begeisterung, deshalb kann ich das Rad wirklich nur empfehlen. Ich hätte nie gedacht, dass Chinchillas trotz großem Käfig und Auslauf noch so gern auf einem Laufrad rennen.

Das Rad war natürlich nicht ganz billig. Ich habe es mir aus den USA schicken lassen müssen, weil es sowas hier (noch) nicht gibt, und mit Transport hat es mich etwa 80 Euro gekostet. Dafür kriegt man allerdings ein geniales, sicheres Chinchilla-Spielzeug aus stabilem Aluminium, es ist leicht aufzubauen und, was das beste ist, es ist enorm leise. Wer plant, seinen Chinchillas auch was Gutes zu tun, sollte dieses Rad unbedingt in Erwägung ziehen.
Das Sprungtuch
Wie ich dazu gekommen bin, meinen Chins ein Sprungtuch zu basteln, könnt ihr unter Rosalies Geschichte nachlesen. Wie man es bastelt? Ganz einfach, nehmt ein altes Handtuch, bohrt mit einer kleinen Schere ein winziges Loch an jede Seite und hängt das Tuch mit vier Drahtstücken mit ein bisschen Spannung in den Käfig wie ein Sprungtuch. Meine Chins lieben es, sie benutzen es wie ein Trampolin, um andere Bretter zu erreichen, und die Sprunghöhen, die sie damit erreichen können, sind unglaublich. Natürlich wird das Tuch nach und nach angenagt (bei Baumwolle ist das meines Wissens völlig ok), es wird ganz sicher auch irgendwann runterfallen, deshalb sollte man es nicht allzu hoch aufhängen (30-50 cm). Wenn es heruntergefallen ist, weil eins der Chins die Aufhängung abgeknabbert hat, kann man es einfach wieder aufhängen, indem man ein weiteres kleines Loch bohrt. Das klappt so lange, bis das Tuch ziemlich zerfleddert aussieht...

So ein Handtuch hält bei mir ein paar Monate, zwischendurch sollte man es daher natürlich waschen. Andere relativ feste Naturstoffe sind auch denkbar, ich könnte mir vorstellen, dass man mit festen Jutebahnen interessante Trampoline bauen kann, die sich an die Käfiggröße anpassen lassen. Ich hatte halt das Glück, ziemlich viele uralte Handtücher ausmustern zu müssen, daher ist ein Ende des Handtuchnachschubs für die Chins nicht wirklich in Sicht.
Trinkflasche
Die gibt es bekanntlich in allen Variationen. Mein Favorit ist eine ganz simple Tränke, eine Plastikflasche, die mit einem Stopfen versehen ist, in dem ein Glasröhrchen steckt. Dadurch, dass alles einsehbar und gerade ist, kann man das alles sehr gut reinigen - die Flasche mit einer Bürste, das Röhrchen mit einem Wattestäbchen. Essig entfernt eigentlich alle ekeligen Rückstände, die mir je begegnet sind.
Das Schlafhäuschen
Das Häuschen ist einfach aus Fichten-Leimholz zusammengebaut, demselben Holz, aus dem auch die Sitzbretter bestehen. Es ist etwa 30 cm breit, 18 tief und 15 cm hoch. Die Tür ist so klein, dass ein Chin gerade durchkommt, das schafft Behaglichkeit. :-) Übrigens hat das Häuschen keinen Boden. Das deshalb, weil man es sonst nicht richtig sauber machen kann, denn selbst mit einem abnehmbaren Dach kommt man, finde ich, nicht richtig an die Urinflecken. Das Haus ist natürlich komplett mit Ponal geleimt. Es ist komplett essbar. An der Rückseite ist es mit zwei Schrauben an einen Riegel aus Holz angeschraubt, der außerhalb des Käfigs sitzt. Es wird dadurch also an die Wand gepresst und in der Position gehalten, ohne dass die Tiere an die Schrauben gelangen könnten.

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